Julia Bickel

Denkfallen überwinden: Ein Leitfaden zur emotionalen Befreiung

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Julia Bickel

Meine Vision ist es, dich darin zu unterstützen, wieder in deine volle Kraft zu kommen und dich und dein Umfeld zu heilen.

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Meister Deines Geistes: Wege aus dem Schwarz-Weiß-Denken

Deine Gedanken und Gefühle sind eng miteinander verbunden, eine Erkenntnis, die schon die Philosophen der Antike, wie Epiktet vor etwa 2000 Jahren, hatten. Heute bestätigen zahlreiche Forschungen aus Bereichen wie der effektiven Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), der modernen Neurobiologie und der Stressforschung diesen Zusammenhang.

Das Ziel vieler Therapien und Coachings ist es daher, negative Gedanken so zu verändern, dass sich auch die dazugehörigen negativen Gefühle wandeln.

Aaron Beck, einer der Pioniere der KVT, stellte in seiner umfangreichen Forschungstätigkeit fest, dass Menschen mit Depressionen häufig logische Denkfehler begehen. Dazu gehören unter anderem das Gedankenlesen (“Ich weiß genau, was andere denken”), das Überbewerten negativer Ereignisse bei gleichzeitigem Ignorieren positiver Aspekte und das Katastrophendenken.

Solche Denkfehler sind nicht nur bei Depressionen, sondern auch bei anderen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen verbreitet. Sie können nicht nur schlechte Gefühle hervorrufen, sondern auch psychische Störungen verursachen oder aufrechterhalten.

Diese Art des verzerrten Denkens, die sich auch in unserer Sprache widerspiegelt, ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, wird jedoch oft nicht als problematisch erkannt. Tatsächlich führt diese Denkweise häufig zu negativen Gefühlen.

Beispielsweise, wenn du fest davon überzeugt bist, dass dich niemand mag, dass du für immer allein bleiben wirst, dass immer etwas Schlimmes passieren wird oder dass du nie gut genug bist, fühlst du dich dementsprechend traurig, hoffnungslos, ängstlich oder minderwertig. Diese Form des Denkens wird in der Psychologie als Alles-oder-Nichts-Denken oder Schwarz-Weiß-Denken bezeichnet.

Oft lernen wir diese stressauslösende Denkweise bereits in jungen Jahren, und weil sie uns so vertraut ist, läuft sie meist automatisch ab, sodass wir sie kaum noch bemerken. Psychologen nennen dieses Phänomen Ich-Syntonie, was bedeutet, dass wir es als normalen Teil von uns ansehen.

Wenn du jedoch erst einmal dieses Schwarz-Weiß-Denken erkennst, kannst du beginnen, es zu hinterfragen und zu korrigieren. Wie du das genau anstellen kannst, kann ich dir gerne in einem 1:1 Termin erklären.

Sei dir bewusst, dass dein Inneres besonders dieses Schwarz-Weiß-Denken liebt, was es dir wahrscheinlich nicht leicht machen wird, dich von diesen alten, schädlichen Denkmustern zu befreien.

Deshalb, bleib wachsam und lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht immer auf Anhieb klappt. Und bleib am besten täglich, in kleinen Schritten, beharrlich dran. Denn regelmäßige Nutzung unseres Gehirns formt es um (Neuroplastizität) – und dein Inneres kann daran nichts ändern, besonders wenn du ihm nicht zu viel Macht gibst. 

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